Wie du ein gutes Kaufverhalten entwickelst

Wir befinden uns ständig mittendrin im Konsum. Überall wo wir hinschauen ist er, und es kommt mir so vor, als ob er unser selbst überschütten will.
Kennt ihr das?
Dieser Überfluss kann uns leicht überfordern. Umso wichtiger ist es, wieder zu dem zu kommen, was wir wollen. Wenn wir das wissen, sind wir ein Stück freier und können mehr Freiraum genießen.
Weil wir Selbstbewußter werden.

15.11.2018   ·   Kaufverhalten,Konsum,Selbstbewusstsein

Gehe ich in den Discounter, durch die Stadt, ins Kino, schaue auf Instagram, unterhalte mich mit Freunden, lese eine Zeitschrift, blättere durch Kataloge (das mache ich tatsächlich gerne und habe noch welche) ist es da.
Es ist überall.
Dieses Angebot an schönen und unschönen Dingen, an Schnäppchen und scheinbar unbezahlbaren Sachen. Ständig wird unser Gehirn damit überhäuft und wir werden bei jedem Bild angesprochen. Wir sortieren ein.
Ich sortiere ja gerne, aber mein Gehirn leistet Hochleistung, bei dieser Bilderflut.
Unser Gehirn reagiert besonders gerne und gut auf Bilder. Diese rufen Gefühle hervor, diese senden an die Zentrale, das wir das kaufen oder unbedingt haben wollen. Umso wichtiger ist es zu lernen, wie damit umzugehen ist.

Zum Beispiel beim Supermarkt ging’s mir oft so, das ich meinen Wocheneinkauf erledigen wollte und dann immer mit diesen NON Food Produkten in Berührung kam. Besonders bei Kleidung für unsere Kinder landete das ein oder andere Teil im übergroßen Einkaufswagen. Ich will nicht sagen, das dies keine Option ist. Da gibt es manchmal schon das ein oder andere schöne Teil (hat dann eben jeder, wie zu DDR Zeiten fast). Damals gab es nicht viel, aber wenn dann hatten alle die gleichen Klamotten.

Heute gibt es nichts, was es nicht gibt, wir leben im Überfluss.

Oder in der Drogerie die % Schilder, sofort springt unser Belohnungsknopf an, denn wir haben ja gespart, kann ich auch 2,3,4,5,6,......nehmen. HILFE!!!!!

Wie mache ich denn das nun, das ich da nicht in die Kauffalle gerate????

Ich glaube, das es sinnvoll ist, mir dessen bewußt zu werden, was ich will. Also mache ich mir bewußt Gedanken und nehme mir dafür ein wenig Zeit.

Was möchte ich im Supermarkt kaufen?
Wie sollen meine Kinder gekleidet sein? Und wo bekomme ich diese dann her?
Wo sind für mich und meine Situation die Geschäfte für Kleidung, Möbel, Dekosachen, etc.......
Was habe ich überhaupt zur Verfügung? Und damit meine ich nicht nur finanziell, sondern auch das was ich schon habe.
Was brauche ich wirklich? Was habe ich schon?
Was will ich überhaupt? Und machen mich Dinge überhaupt glücklich?
Was macht mich glücklich?
Was passiert, wenn ich unkontrolliert kaufe? Welche Gefühle löst das aus?
Welches Kaufverhalten möchte ich haben?

Wisst ihr was ich meine?
Wenn ich mich damit befasse, kann ich viel besser einkaufen. Und bin für meine nächsten Einkäufe gewappnet.
Weil ich genau weiß was ich mag und was nicht.
Und das ist unwahrscheinlich befreiend. Genial. Ich habe keine Angst vor all den Bildern, weil ich frei bin. Mir meiner selbst bewußt bin.
Und ich weiß genau, wenn ich was brauche, wo ich einkaufen will und wo nicht. Da irre ich nicht in der Stadt oder im Netz rum, vergeude nicht meine kostbare Zeit oder bin frustriert (und das kann es durchaus sein).
Ich muß gestehen, das ist ein Weg, aber dieser lohnt sich.

Manchmal, wenn ich kein Geld zur Verfügung habe, lege ich mir schöne Sachen in den Onlinewarenkorb und gönne mir ein kurzes Kauferlebnis, drücke aber nicht auf „kaufen“......das macht mir ab und an richtig Spaß. Weil mir bewußt wird, das mich Dinge nicht glücklich machen können. Denn ich bin wertvoll so wie ich bin. Und du bist es auch.

Aber ich habe auch eine lange Wunschliste an Sachen, die ich gerne möchte. Wenn ich mir dann etwas gönne, dann ist das eine Wertschätzung an mich selbst. Es ist wichtig sich was zu gönnen. Schöne Dinge können uns schon erfreuen. Aber sie werten mich nicht auf, denn den Wert habe ich auch, wenn ich nichts besitzen würde. Vergesst das nicht.
Das ist total wichtig.

Also wappnet euch für eure nächsten Bilderberieselungen, denn dieser könnt ihr euch fast nicht entziehen, außer ihr wohnt in der absoluten Pampa, ohne W-Lan, ohne Geschäfte und Fernseher.......was sicher auch ganz nett ist.

Viel Spaß beim selbstbewußt werden. Traut euch, es macht Spaß und frei.

Liebste Wohlfühlgrüße eure Anne

Das Bild habe ich bei Beti Lue geschossen, einem bezaubernden Laden auf der Könneritzstraße in Leipzig. Da kaufe ich meine Haar-, Körperseife, Gesichtscreme, kleine nette Geschenke und noch andere schöne Dinge. Ich liebe diesen Laden. Schaut mal vorbei Beti Lue

Kommentare

Conny

Ach, meine Liebe, das ist ein heikles Thema, das du da aufgegriffen hast. Und es betrifft uns ALLE. Ich hab mir früher oft keine schönen Klamotten und Schuhe gekauft, Hauptsache sie waren billig. Ich hab mir selten was gegönnt, was mir so richtig gefallen hat. ABER….Das hat sich geändert…..irgendwann, irgendwie…..Ne, eigentlich hat mir Gott dabei geholfen, weil Er Großzügigkeit liebt. In Bezug auf seinen Nächsten und zu sich selber. Da hat er die Sparsamkeit aus mir herausgekitzelt. Und ich merke, wenn ich großzügig bin, also mir was Tolles gönne oder ich anderen was spende, versorgt er mich trotzdem♥️ Deshalb kauf ich jetzt Sachen, die mit stehen, auch wenn sie etwas teurer sind.
Allerdings bei den Lebensmitteln kauf ich immer mehr als auf’m Zettel steht umd ich hab doch so wenig Platz im Kühlschrank und hab im ganzen Haus verteilt Vorratsstellen 🙈 geoutet 🙃

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